Regelbau 106
Regelbau 105
Die Bauprogramme:
1936 - 1937
1937 - Mai 1938
Juni 1938 - Dezember 1938
Januar 1939 - Oktober 1939
November 1939 - Mai 1940
Während dieser Bauphasen wurden folgende Anlagen umgesetzt:
1.
Für Infanterie
2.
Für Panzerabwehr
3.
Für Artillerie
4.
LVZ-West
5.
B-Werke
Gesamt
Quelle: "Der Westwall von Bettinger, Hansen, Louis, Podzun-Pallas-Verlag"
11820 Anlagen
1192 Anlagen
2673 Anlagen
1544 Anlagen
32 Anlagen
17261 Anlagen
Bunker 23 in Dillingen
Bunker 116 “Anton” Abriss
Grenzwachtprogramm
Pionierbauprogramm
Limes-Bauprogramm
Neubauprogramm
Kriegsregelbauprogramm
Der Westwall war eine Verteidigungslinie entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches und gehört mit zu den
größten Bauprojekten des Dritten Reiches. Es war ein Geflecht aus Bunker, Laufgräben und Sperren
(Höckerlinien, Minenfelder, Panzergräben etc.), welches sich von Kleve am Niederrhein bis nach Weil am Rhein
kurz vor die Schweizer Grenze, auf einer Länge von rund 630 km, erstreckte. 1936 begannen die Bauarbeiten
hierfür und endete Mitte 1940, während dieser Zeit wurden in 5 Bauprogrammen über 17000 Bunkeranlagen
errichtet und die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 3.500.000.000 Reichsmark.
Kurz nach dem Waffenstillstand von Compiègne am 22 Juni 1940 mit Frankreich, wurden die letzten
Baumaßnahmen am Westwall abgeschlossen und alle beweglichen Teile für eine einfachere Wartung in
Pionierparks eingelagert. Viele dieser Teile fanden später im Atlantikwall ihre zweite Verwendung. Einzig
die 32 B-Werke, wurden weiter von Festungswerkmeistern betreut und instand gehalten. In Folge der
immer stärkeren Alliierten Luftangriffe, gab man ab 1942 die Westwallanlagen für den Luftschutz an die
Zivilbevölkerung frei. Dieser Zustand hielt bis zum 31. Juli 1944 an, denn nach dem Durchbruch der
Amerikaner bei Avranches erteilte Hitler den Befehl den Westwall wieder instand zu setzen. Es war jedoch
ein äußerst schwieriges Unterfangen, da die meisten Bunker in einem miserablen Zustand waren, bedingt
durch Witterung, wie auch durch Plünderungen. Zusätzlich wurden die Arbeiten am Westwall durch die
alliierte Lufthoheit immer wieder empfindlich gestört. Am 12 September 1944 betraten amerikanische
Kräfte erstmals deutschen Boden und die Kampfhandlungen am Westwall begannen. Die schwersten
Kämpfe wurden in der Region Saarlautern (Saarlouis) -Dillingen, dem Orscholz-Riegel und besonders im
Hürtengenwald geführt. Während der Kämpfe um den Hürtgenwald kamen auf beiden Seiten zusammen
ca. 40000 Soldaten ums Leben.
Nach der deutschen Kapitulation am 08.05.1945 in Berlin, begann der
Alliierte Kontrollrat mit der Demilitarisierung des Deutschen Reiches
und im Zuge dessen, wurde am 06. Dezember 1945 in der Direktive
Nr.22 die Beseitigung des Westwalls beschlossen.
Heutzutage sind die meisten Spuren des Westwalls beseitige, in
Nordrheinwestfalen z. B. sind gerade noch 0,1 % der Wehranlagen des
Westwalls erhalten. Alleinig das Saarland weißt noch eine relativ hohe
Dichte von Bauwerken auf, denn von den ehemals 4000 Bunkern sind
noch etwa 600 erhalten. Jenes ist dem französischen Oberst Gilbert
Grandval zu verdanken, der sich für die saarländische Bevölkerung in
Paris einsetzte und ein Stoppen der Sprengungen am 01. September
1948 erwirkte.
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